Brings - Das Album "Liebe gewinnt"

BRINGS haben die Liebe im Gepäck, für uns alle, denn die Zeiten die wir durchleben verlangen schlicht danach. BRINGS setzen nach ihrer "Silberhochzeit", die sie mit 50.000 Fans im ausverkauften RheinEnergieStadion feierten, zu Studioalbum Nr 15 an, und haben begriffen, dass sie nicht einfach nur normale „Minsche“ sein können. Menschen heiraten zu ihren Songs und tätowieren sich ihre Texte. Deshalb tun sie das Einzige was ihnen angesichts dieser Verantwortung übrig bleibt: die besten BRINGS sein, die sie sein können.
 
BRINGShaben und vertreten ihre Meinung als seit über fünfundzwanzig Jahren engagierte Band.Und sie haben viel zu geben, in erster Linie Liebe. Und da diese gewinnt, gewinnen auch BRINGS, ganz einfach. Worum es bei BRINGS geht, nämlich dass sie immer RocknRoll-Nomaden waren und sind, - keine Grenzen, Gitarren statt Knarren - und mit jeder/jedem reden, und jede/jeden rein lassen.
 
Mit einer der effektivsten 'Waffen' der uns bekannten Welt ausgestattet, einem Kinderchor, zollen BRINGS ihren Vorbildern musikalisch Tribut, und wünschen jeder und jedem nichts Einfacheres als Frieden. Der Schlüssel dazu ist? Na? Richtig, die Liebe, habt euch doch also endlich einfach lieb, verdammt. „Liebe gewinnt“ ist eine einfache Wahrheit, die aber so zerbrechlich sein kann, dass BRINGS diese in einer opulenten Festung präsentieren, die so schnell nichts umstößt: Die Produktion von Henning Verlage (u.a. Unheilig) und Harry Alfter verzichtet neben dem Chor auch nicht auf eine Wall of Sound aus Streichern, die Liebe als einzige menschliche Kraft, die vereinen, heilen und wachsen lassen kann, verdient nicht weniger. Und der Schlüssel zur Liebe wiederum, und sei es nur für einen Nachmittag, ist das Abschalten.
 
 
Weder als Marke noch als Musiker gibt es eine BRINGschuld, nach einem in Rekordzeit ausverkauftem RheinEnergie-Stadion und Erfolgen die manch andere Charaktere auf halber Strecke zu zweifelhaften Leuten werden lässt, geben BRINGS weiter Gas und bleiben zielstrebig im kleinen Kreis weiterhin hungrig. So kommen die Songs euphorisch und selbstbewusst, introspektiv und fragil, aber in vollem Einklang mit der Realität: BRINGS sind ganz oben. Sie singen selber es sei ein Wunder, dass sie noch da sind, wieviel Mist sie fressen mussten, um dahin zu kommen wo sie jetzt sind. Der gleichnamige Song fasst sie in ihrer Quintessenz zusammen, nur dass Stillstand einfach immer noch keine Vokabel in ihrem Repertoire zu sein scheint. Fünfzehn Songs lang erzählen Peter, Stephan, Harry, Christian und Kai aus ihrer Welt, einer Welt die schlicht nicht unsere ist. Aber sie erlauben uns tiefe Blicke hinein: Wenn et dunkel weed zum Beispiel lässt uns sehen, dass ihre Köpfe nur bedingt über ihren Herzen stehen, sind es doch ihre Herzen die ihren Kurs bestimmen.
 
"Liebe Gewinnt" ist eine Postkarte aus dem Jahr 2017, eine Bestandsaufnahme die die Band politisch wiederholt eindeutig positioniert, musikalisch wiederholt die Lästerer zum Schweigen bringt, brandaktuell und klassisch zugleich, aber vor allem an allen Ecken und Enden voller Soul ist.
Natürlich sind sie Besoffe vor Glück wenn gefeiert wird - auf diesem Album interpretieren sie den Song im virtuos-geschmackvollen Gypsyjazz-Gewand - aber auch verletzlich wenn sie beispielsweise mit Clown ihren inneren Pierot, die Schattenseiten des Entertainer-Daseins, diskutieren. Sowieso, die ganze "Rut-Wiess" Geschichte... nochmal: BRINGS waren und bleiben immer Rock n’ Roll Nomaden und echte Kölner in Personalunion.
Klar ist Kölle Et Jeilste Land aber in ihrer Sicht der Dinge ist die Kölsche Ääd vielleicht sogar mitten in Electric Ladyland, so klingt es dann auch wenn die Gitarre kreischt. Denn am Ende des Tages erzählen uns BRINGS stets von der Liebe in all ihren Facetten und diese Vision dringt weit über die Stadtgrenze hinaus. Als einzige Kraft die heilen, einen, und gedeihen lässt verlassen sich natürlich auch BRINGS auf die Liebe. Auf die Liebe sie die geben können und die Liebe die sie erhalten. Manch Liebeserklärung verlangt nach der ureigenen Sprache, Sag et op Kölsch schreit ganz laut, dass das passt mit BRINGS und Köln, und so bald sieht es in dieser Beziehung nicht nach Krise aus. Andere Songs sind in ihrer Mission allerdings größer anzusetzen. Der Titeltrack Liebe gewinnt ist das friedliche aber bestimmte Aufbäumen gegen den ganzen Hass und den Lärm, Kriege und Missstände, eine Resignation beinahe, wäre da nicht die Liebe als Ausweg.
 
Sie haben ihre eigene Bandkarriere als Individuen und als Einheit überlebt, sie haben jede Sprosse souverän in ihrem eigenen Stil genommen, und wir alle haben jetzt die Aufgabe BRINGS als - nunja immer noch noch blendend aussehende, virtuose und agile Grandseigneurs ihres Fachs aufzunehmen. Auch wenn es bei so viel Energie, Lebens-freude und Tatendrang schwerfällt, ihnen zu attestieren, dass sie alte Hasen sind.
Mit Pogo und Cha-Cha-Cha, Kontrabass, Klarinette und Swing schaffen BRINGS großen Pop, relevant und in Echtzeit. Ganz nebenbei geben sie uns allen den Wald mit den man manchmal vor lauter Bäumen nicht sieht. Nämlich dass die "Liebe gewinnt".
 
 
BRINGS „LIEBE GEWINNT“
Tracklisting
1. Liebe gewinnt (Album Version)
2. Wo bis du
3. Wunder
4. Mer fresse die Stadt
5. Immer nor zo dir
6. Et jeilste Land (feat. Dennis aus Hürth)
7. Besoffe vör Glück (Akustik Version)
8. Sag et op Kölsch
9. Bevör mer jonn (Album Version)
10. Die Färv der Freiheit
11. Clown
12. Wenn et dunkel weed
13. Unsterblich
14. Kölsche Ääd
15. Auge zo
Quelle: Rhingtön (Universal)